Ein Mietendeckel in Berlin löst die Probleme nicht

Veröffentlicht hier als Beitrag bei der MÄHREN AG am 12. Juli 2019

 

Ein Mietendeckel in Berlin löst die Probleme nicht

 

Am 18. Juni diesen Jahres wurden die Eckpunkte zum umstrittenen Mietendeckel in Berlin durch den Senat beschlossen. Demnach werden die Mieten von nicht mietpreisgebundenen Wohnungen ab sofort für fünf Jahre eingefroren. Davon betroffen sind 1,5 Millionen Mietwohnungen von privaten, kommunalen und gemeinnützigen Gesellschaften in Berlin. Ausnahmen sind zwar möglich, müssen aber erst von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung genehmigt werden. Bis Oktober soll dazu ein Gesetz vorliegen, das Anfang 2020 in Kraft tritt.

Noch ist der Beschluss nicht in trockenen Tüchern, dennoch  werden einige kritische Stimmen aus der Immobilienwirtschaft laut – zurecht. Der Mietendeckel ist ein Beschluss, der zu neuen Verzerrungen auf dem Berliner Immobilienmarkt führen wird. Zwar kann er vordergründig einigen Mietern helfen, nichtsdestotrotz löst er das eigentliche Problem des Berliner Wohnungsmarktes nicht: Den Mangel an Wohnraum.

 

Ist ein Mietendeckel in Berlin verfassungswidrig?

 

Besonders Verfassungsrechtler aus der Justiz- und Innenverwaltung sehen den Berliner Mietendeckel kritisch weil er gegen das Bundesrecht verstößt. Die rot-rot-grüne Koalition betritt juristisches Neuland. Zum einen gilt es vorerst zu klären, ob das Land tatsächlich die Gesetzgebungskompetenz hat, um dieses Mietengesetz zu erlassen. Darüber hinaus muss der Senat eine Wohnungsnot für gesamt Berlin nachweisen, der einen pauschalen Mietendeckel überhaupt erlauben würde – ebenso strittig. Und auch die Frage, ob Mieten -wie in den Eckpunkten vorgesehen- rückwirkend gesenkt werden können, bleibt weiterhin offen. Wie rechtskonform die Mietendeckelung in Berlin also wirklich ist, wird noch einige Juristen beschäftigen und zweifellos zahlreiche Klagen mit sich bringen.

 

Berlin braucht Neubau – keinen Mietendeckel!

 

Berlin braucht keinen Mietendeckel, Berlin braucht mehr Wohnraum. Es fehlen mindestens 100.000Wohnungen in der Hauptstadt. Und dafür muss gebaut werden. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Sozialwohnungen. Selbst Mieter mit Mittelstandgehältern finden heute schwer Wohnraum. Die Stadt wächst um 40.000 bis 60.000 Menschen im Jahr. Derzeit gibt es kaum Leerstand und die Baugenehmigungen sinken. Ein Mietendeckel löst diese Probleme nicht, ganz im Gegenteil: Er belastet genau jene Akteure, die erschwinglichen Wohnraum errichten sollen und sorgt so für deutlich weniger Neubau.

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Sinnlos-sinnloser-Mietendeckel

Veröffentlicht hier im Auftrag von ImageTown am 02.10.2019


Wer sich über einen Mietendeckel freut, wird sich noch wundern.

 

Noch nicht einmal beschlossen bewegt der sogenannte Mietendeckel seit Monaten die Gemüter und auch wir von RHE Grundbesitz haben eine klare Meinung zu diesem Thema. Wir sagen: Der Mietendeckel ist unsozial, unprofessionell und eigentlich nicht umsetzbar.

 

Unsozial vor allem, weil er in Berlin das verringert, was am nötigsten gebraucht wird: Das Wohnungsangebot. Die wenigsten Vermieter vergeben ihre Flächen gerne zu Mietendeckel-Preisen. Das weiß auch die Baubranche und verlagert ihre geplanten Aktivitäten dementsprechend in andere Bundesländer. Sinnvolle Sanierungen, Modernisierungen und Energiesparmaßnahmen bleiben ebenfalls auf der Strecke, wenn Vermieter diese selbst tragen müssen.

 

Für unprofessionell halten wir den Mietendeckel in erster Linie, weil dabei nicht nach Lage unterschieden wird. Was auf den ersten Blick fair erscheint provoziert in der Praxis einen erheblichen Schwarzmarkt, auf dem unter der Hand Geld von finanziell starken Wohnungssuchenden an Vermieter fließt. Fairness sieht anders aus – und Professionalität auch.

 

Mit der tatsächlichen Umsetzbarkeit ist es ebenfalls nicht weit her, denn der Mietendeckel ist ein wahres Bürokratiemonster und schon aus Kapazitätsgründen schwer umsetzbar. Außerdem bleibt nach wie vor offen, wie verfassungskonform die besagte Regelung wirklich ist.

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Umzug trotz Corona: So klappt dein Vorhaben garantiert!

 

Veröffentlicht hier im April 2020

 

Endlich war es soweit: Nach langer Suche, Planung und mit viel Vorfreude hast du endlich eine neue Wohnung gefunden und bist bereit, ein neues Kapitel in deinem Leben aufzuschlagen – und dann kam Corona.

Das Virus fegt über die ganze Welt und stürzt auch Deutschland in eine echte Krise. Wer in dieser Phase einen Umzug plant, stellt sich also zurecht noch mehr Fragen, als ohnehin schon.

 

Wie beeinflusst Corona meinen Umzug? Was ist noch erlaubt?

 

Eine passende Wohnung zu finden ist in den deutschen Städten ohnehin nicht mehr so einfach und erfordert eine ordentliche Portion Geduld. Ist die Traumwohnung einmal gefunden, hört die Arbeit aber noch längst nicht auf. Ganz im Gegenteil: Jetzt geht es ans Eingemachte, denn ein gesamter Haushalt – wenn nicht gar zwei – werden neu strukturiert bzw. zusammengelegt.

Nun gelten Dank Corona-Krise im ganzen Land aber strenge Regelungen, Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote, die das Thema Umzug zusätzlich verkomplizieren.

 

Was bedeutet Corona also für den geplanten Umzug und inwiefern darf und muss überhaupt umgezogen werden? 

 

Eines ist klar: Covid 19 ist für jeden Mieter und Vermieter ein echtes Thema, dem man sich individuell widmen muss. Gefühlt täglich treten neue Regelungen in Kraft, die sich zu allem Überfluss noch je Bundesland unterscheiden. Einen Überblick zu behalten fällt damit denkbar schwer.

Dieser Beitrag erklärt dir, wie sich die Beschränkungen auf dein Vorhaben auswirken und wie du deinen Umzug trotz Corona mit Bravour meistern wirst.

 

 

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Das Fix und Flip System: Ein Überblick

Immer mehr Immobilieninvestoren entscheiden sich für die Anwendung des Fix und Flip Systems – und das aus gutem Grund: Das Fix und Flip System ermöglicht eine rasche Steigerung des Eigenkapitals in relativ kurzer Zeit und bei geringem Risiko.

Dieser Beitrag bietet einen Überblick darüber, wie dieses System funktioniert, warum es so lukrativ ist und in welchen 6 Schritten es gelingt, tatsächlich vom Vorhaben in die Umsetzung zu kommen.

 

 

Was ist das Fix und Flip System und warum ist es so lukrativ?

 

Beim Fix und Flip System geht es im Grunde darum, eine sanierungsbedürftige Immobilie anzukaufen, gekonnt aufzuwerten und im Anschluss gewinnbringend zu veräußern. 

Im Gegensatz zur traditionellen Buy & Hold Strategie wird das Objekt unter Anwendung des Fix und Flip Systems somit nicht mehrere Jahre im Bestand gehalten, um einen kontinuierlichen Cashflow zu generieren, sondern im besten Fall nach wenigen Wochen wieder verkauft. 

 

Das Fix und Flip System ist 

– grundsätzlich für jeden nachvollziehbar und erlernbar,

– birgt bei richtiger Handhabe wenig Risiko

– und ist ohne großem Startkapital und bestehender Immobilie umsetzbar.

 


Die 6 Schritte des Fix und Flip Systems

 

Schritt 1: Marktanalyse
Im ersten Schritt geht es darum, sich mit dem Immobilienmarkt im Allgemeinen und mit der eigenen Gegend und Nische im Speziellen vertraut zu machen. 

 

Kenne Deine eigene Gegend wie ein Taxifahrer.

 

Denn nur wer weiß, was er tut, kann Risiken vermeiden und wirklich erfolgreiche Immobilieninvestments tätigen. 

 

 

Schritt 2: Marketing

Um an die entsprechende Immobilie zu gelangen gilt es im nächsten Schritt, gezieltes Direktmarketing zu betreiben. 

 

An dieser Stelle ist es ratsam, seine Botschaften nicht einfach blind in die Welt zu streuen sondern gezielt jene Gegenden zu bespielen, in denen ein gewisser Umsatz vorhanden ist und Immobilien stehen, die für einen Kauf tatsächlich interessant sowie finanzierbar sind. 

 

 

Schritt 3: Finanzierung

Da es sich bei einer Finanzierung nach dem Fix und Flip System um keine langfristige Finanzierung handelt, die 10 Jahre oder länger bindet, gibt es einige Wege, die zu einer Immobilienfinanzierung führen können – und zwar ebenso für jene, die noch keine Immobilie besitzen und noch nie finanziert haben.

 

Schritt 4: Aufbereitung der Immobilie

Um einen überzeugenden Eindruck bei potenziellen Käufern zu hinterlassen, empfiehlt sich an dieser Stelle die sogenannte RRR-Methode, nämlich Reparieren, Renovieren und Reinigen. 

 

Das bedeutet: In der Immobilie wird alles repariert und renoviert, das als Mangel erscheint. Mängel werden somit nicht versteckt, sondern fachmännisch beseitigt – dasselbe gilt für Schmutz. Es gibt bei einer Besichtigung nichts Unpassenderes als quietschende Türen, kaputte Fenster oder Wollmäuse und seltsame Gerüche.

 

Zudem rät es sich, sein Objekt einer Konkurrenzanalyse zu unterziehen, um herauszufinden, wie es schneller und zu einem besseren Preis veräußert werden kann.

(Bilder: Oliver Fischer)

Schritt 5: Verkauf

3 Aspekte spielen beim Verkauf einer Immobilie nach dem Fix und Flip System eine tragende Rolle, nämlich

 

  1. professionelles Homestaging,
  2. schöne & vollständige Unterlagen und
  3. das gezielte Nachverhandeln von Kaufangeboten

 

Beim Immobilienverkauf besser als die Konkurrenz zu sein bedeutet schneller zu verkaufen, einen besseren Preis zu ermöglichen und eine Immobilie anzubieten, in die passende Käufer gerne einziehen. 

 

Schritt 6: Skalierung

 

Das erste Geschäft ist meistens nicht das beste aber in jedem Fall das wichtigste.

 

Deshalb wird nach einem erfolgreichen Verkauf reflektiert, welche Strategien sich während der Anwendung des Fix und Flip Systems besonders bezahlt gemacht haben und was es bei den folgenden Geschäften zu optimieren gilt.

 

 

Wissen sammeln und in die Umsetzung kommen

 

Um das Fix und Flip System erfolgreich in die Tat umzusetzen ist es ratsam, genügend Wissen zum Thema zu sammeln und sich Zeit dafür zu nehmen, tatsächlich in die Umsetzung zu kommen.

 

Zunächst ist es wichtig, seinen Markt zu finden, seine Nische zu wählen und Experte in seinem Feld zu werden. Zudem ist der Aufbau eines starken Netzwerkes -von möglichen Co-Investoren bis hin zu verlässlichen Handwerkern- von immenser Bedeutung.

 

Wenn Dein Interesse am Fix und Flip System geweckt ist und Du Schritt für Schritt lernen möchtest, wie Du es gekonnt und gewinnbringend in die Tat umsetzt, melde Dich noch heute zur nächsten Coaching-Runde von Oliver Fischer an.

 

Das Coaching begleitet Anfänger und Junginvestoren durch alle 6 Schritte des Fix und Flip Systems. Es bietet auch jenen, die schon länger im Geschäft sind neue Wege und frischen Input dazu, das System erfolgreich für sich zu nutzen – und zwar besser als die Konkurrenz.

Kundenakquise am Telefon: So überzeugen Sie sofort

 

Veröffentlicht hier als Beitrag bei TM Telemarketing am 17.10.2019

 

Kundenakquise am Telefon: So überzeugen Sie sofort

 

Kennen Sie das? Sie starten Ihre Kundenakquise am Telefon, fragen sich bis zum Entscheider durch, präsentieren Ihr Anliegen und weisen auf all die vielen Vorteile hin, die Ihr Angebot bringt. Zurück kommt nur: “Danke, kein Bedarf”. So oder so ähnlich erleben es einige Vertriebsmitarbeiter bei ihrer Telefonakquise.
Täglich wird eine hohe Anzahl an Menschen fließbandartig “abtelefoniert”. Täglich werden dieselben Worte wiederholt. Täglich wird dabei auf Desinteresse gestoßen. 

 

Das Problem lauert an folgender Stelle: Das Pferd wird bei der Telefonakquise oft verkehrt herum aufgesattelt. 

 

Der durchschnittliche Telefonist präsentiert sein Angebot schnell und konkret. Sein Gesprächspartner fragt sich währenddessen aber nur: “Was soll ich damit?” Und das aus einem einfachen Grund. Kunden kaufen keine Produkte. Kunden kaufen den Nutzen.

 

Hinter diesem Nutzen steht ein individuelles Bedürfnis. Erfolgreiche Vertriebler wissen das. Sie wissen, dass wenn ein Kunde zum Beispiel einen Bohrer kauft, er eigentlich nicht den Bohrer kauft – sondern das Loch in der Wand. Der Bohrer ist bei diesem Beispiel nur das Mittel zum Zweck. Kunden kaufen also den Nutzen. Doch wie verkaufen Sie nun diesen Nutzen? Richtig: Durch Emotionen.

 

 

Auch bei der Kundenakquise am Telefon kommt es auf die Emotionen an

 

Was keine Emotionen in unserem Gehirn auslöst, erzielt keine Wirkung. Am besten blickt man durch die Brille des Kunden auf das eigenen Angebot. Welcher Nutzen wird gestiftet? Welches Bedürfnis wird befriedigt? Gute Nutzenargumentationen sind beispielsweise mehr Sicherheit, mehr Umsatz, Zeitgewinn, neue Kunden oder eine Leistungssteigerung. 

 

Wir Menschen sind stets auf der Suche nach positiven Gefühlen. Das Belohnungssystem im Gehirn reagiert besonders auf positive Überraschungen und zwischenmenschliche Gesten. Positive Emotionen sind damit ein mächtiges Mittel bei der telefonischen Kundengewinnung. 

 

 

Das Zauberwort für erfolgreiche Kundengewinnung am Telefon lautet Wertschätzung

 

 

Jeder potenzielle Kunde bringt andere Bedürfnisse mit, die es zu stillen gilt. Bei Ihrem Anruf wird daher nicht Ihre erste Intention sein, Ihr Anliegen zu präsentieren und Ihre Argumente loszuwerden. Bei Ihrem Anruf muss es vielmehr darum gehen, das Bedürfnis Ihres Gegenübers zu erkennen (oder zu wecken!), Emotionen zu erzeugen und den Nutzen anzubieten, der zu Ihrem Wunschkunden passt. 

 

Wenn Sie also einen Bohrer verkaufen, präsentieren Sie nicht einfach Ihren Bohrer, sondern beschäftigen sich mit dem Bedürfnis ein Loch in die Wand zu bohren – und zwar bei jedem Wunschkunden individuell. Das ist Wertschätzung am Telefon.

 

Weichen Sie ruhig von Ihrem professionellen Leitfaden ab und zeigen Sie Ihrem Gesprächspartner, dass Sie ihn ernst nehmen. Lösen Sie einfach das Problem. Stures Abtelefonieren war gestern. Zählen Sie bei Ihrer Telefonakquise auf Wertschätzung sowie Augenhöhe und erlangen Sie so das Vertrauen Ihres Gegenübers – das Grundgefühl für jede langfristige Kundenbindung.

Veranstalter in Deutschland: Vermietet euren freien Platz!

Kommentar veröffentlicht hier im Mai 2020

 

Corona fegt über Deutschland und verordnet der Wirtschaft eine Zwangspause. Allem voran die Veranstaltungsbranche, inklusive Eventagenturen, Clubs und dazugehörigen Dienstleistern, wird stark in Mitleidenschaft gezogen. Bis mindestens Ende August kehrt damit auch in Event-Metropolen wie Berlin unfreiwillig Ruhe ein.

 

Die Clubs bleiben leer, Konzerte werden abgesagt, Messen und Kongresse auf Datum unbekannt verschoben. Bedenkt man die zahlreichen Eventagenturen, Caterer, Tontechniker usw., die mit diesen Events direkt und indirekt in Verbindung stehen, so bekommt man relativ schnell eine Tendenz dafür, welches Ausmaß die ganze Sache annimmt. Geht man einen Schritt weiter und bezieht Künstler, Sprecher und Co. in diese Gedanken mit ein, ist eines klar:

 

Der gesamte Eventbereich braucht Hilfe – und zwar gestern.

 

Die Branche ist derzeit dennoch aktiv. So suchen Inhaber und Veranstalter händeringend nach Kompensation: Zahlreiche Gutscheine werden ausgestellt, verkauft wird vorwiegend to-go, Cafés liefern ihre Bohnen nun auch nach Hause, DJs spielen ihre Sets in einem Livestream und Lieferangebote nehmen deutlich zu. Auch Online-Kongresse und andere “virtuelle Großveranstaltungen” sind ganz groß im Kommen. Ganz ruhig bleibt es somit nicht, auf lange Sicht kann all das aber keine Lösung sein.

 

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Gute Nachbarschaft in Deutschland: Gibt es das noch?

Veröffentlicht hier am 29.05.2020

 

Deutschland, das Land der Gartenzäune und Individualisten – stimmt das?

Roman ist Vermieter bei kawaloo und über nebenan.de auf uns gestoßen. Für ihn war der Nachbarschaftsgedanke ausschlaggebend dafür, Teil der kawaloo-Community zu werden. Er wollte seinen Nachbarn helfen.

 

Aber gibt es sie überhaupt noch – die gute Nachbarschaft? Oder backt hierzulande jeder nur sein ganz eigenes Brötchen? 

 

Und wie wird man überhaupt ein guter Nachbar in Deutschland? Und was hat kawaloo mit der ganzen Sache zu tun?

Roman hat auf all diese Fragen spannende Antworten und Gedanken, die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten.

 

Hallo Roman, danke, dass du dir Zeit nimmst und deine Gedanken zum Thema Nachbarschaft mit uns teilst.

Was ist denn eine gute Nachbarschaft für dich?

Ich finde, zu jedem Wohnumfeld gehören auch die Menschen nebenan, ob wir ihre Namen kennen oder nicht. Auch, wenn uns Wände und Türen trennen, so wohnen wir doch gemeinsam. Gerade für ältere Menschen und Alleinlebende sind die Nachbarn ein wichtiger Ankerpunkt. Sie können wie eine Familie sein. Und ob wir mit freundlichen und hilfsbereiten Menschen zusammenwohnen oder mit Eigenbrötlern, die zum Gruß höchstens brummen, macht definitiv einen Unterschied in unserem Alltag.

 

Eigentlich ist es ganz einfach: Ein guter Nachbar ist ein Mensch mit guten Nachbarn. Das bedeutet, dass die eigenen Taten zählen. Wer also einen guten Nachbarn möchte, der muss selbst ein guter Nachbar sein, denn Nachbarschaft ist ein wechselseitiges Verhältnis. In einem Mehrfamilienhaus kann man sich schließlich schwer aus dem Weg gehen ohne, dass es irgendwann unangenehm wird.

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Braucht man einen Steuerberater als Freiberufler?

Braucht man einen Steuerberater als Freiberufler?

 

Spätestens, wenn ein Freiberufler der Kleinunternehmerregelung entwächst, stellt sich schnell die Fragen: Steuerberater ja oder nein? Lohnt sich ein Steuerberater für Freiberufler wirklich oder rechnet es sich eher, seine Buchhaltung selber zu machen?

 

Antworten darauf, inwieweit ein Steuerberater sich für dich lohnt, wie so eine Zusammenarbeit in der Praxis aussieht und wie du den Steuerberater deines Vertrauens überhaupt finden kannst, findest du genau in diesem Beitrag:

In diesem Blogpost erwartet dich:

 

 

Wann du als Freiberufler einen Steuerberater brauchst

Die Vor- und Nachteile der Zusammenarbeit mit einem Steuerberater

Welche Aufgaben übernimmt ein Steuerberater für Freiberufler überhaupt?

Wie viel kostet ein Steuerberater für Freiberufler?

Wie den passenden Steuerberater finden?

 

 

Wann du als Freiberufler einen Steuerberater brauchst

 

Hier gehen die Meinungen stark auseinander. Während die einen von Anfang an alles selber erledigen, sich in das Thema Selbstständigkeit und Steuern einlesen und sich die Kosten für einen Steuerberater sparen, geben andere das oft lästige Finanzthema lieber direkt an einen Experten ab – und sparen Zeit

 

Bei einem Für oder Wider bzgl. Steuerberater gibt es kein richtig oder falsch. Es kommt auf deine Prioritäten an: Willst du Geld sparen oder Zeit?

 

Bei der Entscheidung für oder gegen einen Steuerberater spielen einige Aspekte eine Rolle. Oft hängt es davon ab, wie gut einem das Thema Finanzen liegt, wie geduldig man ist und inwieweit die Bereitschaft vorhanden ist, sich ein wenig in die Thematik einzuarbeiten.

Ab einer gewissen Business-Größe wird es aber durchaus sinnvoll, einen Experten zu engagieren. Besonders, wenn du eigene Mitarbeiter anstellst oder deine Finanzen so komplex werden, dass sie dich zu viel Zeit kosten. Das sind Stunden, die dir keiner bezahlt. Bleibst du eine one-(wo)men-show in deinem Gebiet, dann ist die Bearbeitung deiner Buchhaltung ganz einfach Geschmackssache.

 

 

Die Vor- und Nachteile der Zusammenarbeit mit einem Steuerberater 

 

Die größten Vorteile bei der Zusammenarbeit mit einem Steuerberater liegen auf der Hand:

 

 

1.) Du sparst Zeit

 

Der große Vorteile bei der Zusammenarbeit mit einem Steuerbüro besteht darin, dass du deutlich Zeit sparst. Du brauchst dich in nichts einzulesen und nichts zu rechnen. Alles was du tun musst, ist dem Steuerberater deines Vertrauens einmal im Monat (i.d.R. bis zum 15.) alle deine Eingangs- und Ausgangsrechnungen des Vormonats sowie den dazugehörigen Kontoauszug deines Geschäftskontos zukommen zu lassen – den Rest erledigt er oder sie.

 

 

2.) Du sparst Nerven

 

Zahlenchaos, unübersichtliche Formulare und nervige Excel-Tabellen gehören der Vergangenheit an. Ich weiß ja nicht, wie eure Steuererklärung immer so läuft aber mir graut es regelmäßig davor. Beziehungsweise graute. Abgesehen von deiner monatlichen Deadline kannst du die Themen Buchhaltung, Steuerklärung & Co. aus deinen Gedanken streichen und dich schöneren Dingen widmen, wie zum Beispiel einem Zahnarztbesuch 😉 

 

 

3.) Du kannst dir sicher sein, dass alles korrekt läuft

 

Dein Steuerberater behält den Überblick für dich. Er oder sie stellt sicher, dass hinsichtlich deiner Pflichten gegenüber dem Finanzamt alles korrekt läuft, alles zu deinen Gunsten berechnet wird und du keine Abgabefristen verpasst. Regelst du deine Zahlungen an den Steuerberater und das Finanzamt auch noch per Lastschrift, brauchst du dich wirklich um gar nichts mehr zu kümmern. Ansonsten sind die Zahlungsfristen natürlich von dir einzuhalten.

 

Wie alles im Leben hat aber auch die Beauftragung eines Steuerberaters Nachteile, die du dir sparst, wenn du deine Buchhaltung selber erledigst:

 

 

1.) Ein Steuerberater kostet Geld

 

Der Service eines Steuerberaters kostet natürlich Geld, eine Ressource, die du sparen kannst, wenn du deine Finanzen selbst in die Hand nimmst. Dem Thema Kosten eines Steuerberaters habe ich mich ein Stück weiter unten im Beitrag genauer gewidmet. 

 

 

2.) Du behältst jede Verantwortung

 

Ja, dein Steuerberater kommuniziert für dich mit dem Finanzamt. Für den Erfolg deines Geschäfts bleibst aber weiterhin du selber verantwortlich. Du schreibst deine Ausgangsrechnungen, du bezahlst deine Eingangsrechnungen, du verantwortest Mahnungen, Verluste und trägst Sorge für deinen geschäftlichen Erfolg. Dein Steuerberater berät dich, wie es der Name schon sagt, steuerlich. Er oder sie errechnet deinen erwirtschafteten Gewinn oder Verlust, die Höhe deiner Abgaben an das Finanzamt und erledigt den diesbezüglichen Papierkram. Die Verantwortung bleibt aber bei dir. 

 

 

3.) Auch bei Steuerberatern gibt es schwarze Schafe

 

Leider gibt es auch hier Exemplare, die nicht damit zufrieden sind, sich deinen Finanzen wohlgesinnt anzunehmen und dir bei steuerlichen Fragen zu helfen. Manche haben es von Anfang an darauf abgesehen, dir zusätzlich Produkte zu verkaufen weil sie dadurch Provisionen des Herstellers kassieren. Ein klassisches Beispiel ist hier der Zusatzverkauf von Buchhaltungssoftware. 

 

Du brauchst als Freiberufler eigentlich keine kostenpflichtige Buchhaltungssoftware, wenn Du mit einem Steuerberater zusammenarbeitest. Manche Steuerberater senken aber ihr monatliches Honorar, wenn du ihnen Arbeit durch die Nutzung einer solchen Software abnimmst.

 

 

Welche Aufgaben übernimmt ein Steuerberater für Freiberufler?

 

Die gute Nachricht ist: Das hast du in der Hand. Du kannst alle deine buchhalterischen Aufgaben abgeben oder nur Teilaspekte, wie zum Beispiel die Steuererklärung. 

 

Hier ein Überblick zu den Aufgaben, die du als Freiberufler an einen Steuerberater abgeben kannst:

 

– Anmeldung der selbstständigen Tätigkeit beim Finanzamt/Gewerbeamt

– Kommunikation mit dem Finanzamt

– steuerliche Beratung bzgl. deiner Arbeit

– monatliche Umsatzsteuervoranmeldung

– jährliche Einkommenssteuererklärung

– jährliche Umsatzsteuererklärung

– jährliche Gewerbesteuererklärung

– jährliche Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)

– Jahresabschluss

– laufende Finanzbuchhaltung

– laufende Lohnbuchhaltung

– Bilanz

 

Wichtig: Für deine Ausgangs- und Eingangsrechnung, Mahnungen, Gewinne und Verluste hast du nach wie vor selbst Sorge zu tragen. Auch die Zahlungen an das Finanzamt tätigst du selbst. 

 

 

Was kostet ein Steuerberater für Freiberufler?

 

Eine Frage, auf die man online oft nur sehr unbefriedigende bzw. unzureichende Antworten erhält. Der Betrag variiert einfach sehr. Er hängt von so vielen Faktoren ab, wie den Aufgaben, die du abgeben möchtest, welchen Bedarf an Beratung du mitbringst oder welches Bruttoeinkommen du erzielst.

 

Wenn du dich zu den einzelnen Faktoren, die das Honorar eines Steuerberaters bestimmen genauer einlesen möchtest, empfehle ich diesen Beitrag.

 

Als Freiberufler kann man die Gebühren mit einem Steuerberater übrigens gut verhandeln und niedrige Pauschalen vereinbaren, wenn der Aufwand für den Steuerberater vergleichsweise niedrig ist. 

 

Wenn dein Steuerberater etwas “Außerplanmäßiges” für dich erledigen soll, fallen in der Regel zusätzliche Kosten an. 

 

 

Grundsätzliches zur Vergütung eines Steuerberaters:

 

Der Beruf des Steuerberaters ist in Deutschland stark reguliert. Dementsprechend kann ein Steuerberater nicht einfach einen beliebigen Honorarsatz erheben. Das Honorar wird in Deutschland im Rahmen der Steuerberater-Vergütungsverordnung (StBVV) festgelegt. Diese gibt Mindest- und Höchstpreise vor, wie viel für bestimmte Dienste verlangt werden darf. Natürlich gibt es einen gewissen Spielraum für Steuerberater, wirklich abgewichen darf aber nur im Rahmen einer gesonderten Vereinbarung werden.

 

Wie den passenden Steuerberater als Freiberufler finden?

 

Augen auf bei der Beraterwahl: Dein Steuerberater muss zu dir und deinem Business passen. Wenn du dich als Freelancer für einen Steuerberater entscheidest, dann wähle weise. Dieser Mensch hat den totalen Einblick in deine geschäftlichen Finanzen. Vielleicht einen tieferen Einblick, als du ihn je haben wirst. Das muss passen, du musst ein gutes Gefühl haben.

 

In 4 Schritten zum Steuerberater deines Vertrauens:

 

Schritt 1: Frage andere Selbstständige nach Empfehlungen,  persönlich oder auch online z.B. über Freelancer-Gruppen auf Facebook.

 

Schritt 2: Sieh dir den Internetauftritt der vorgeschlagenen Kanzleien an. Achte dabei auf die passende Spezialisierung des Steuerberaters.

 

Schritt 3: Ruf an und vereinbare ein kostenloses Kennenlerngespräch vor Ort.

 

Schritt 4: Hol dir beim Kennenlernen alle Infos, die du brauchst und hör auf dein Bauchgefühl.

 

Tipp: Stelle sicher, dass dein Steuerberater Freund der Digitalisierung ist. Das ist vor allem wichtig, wenn du ortsunabhängig arbeitest. Es gibt tatsächlich noch Zeitgenossen, die jeden Monat alle Originalbelege von dir sortiert vorbeigebracht haben wollen. Davon möchte ich abraten. 

 

 


 

 

So, nun zu dir! Wie regelst du deine Buchhaltung? Spielst auch du mit dem Gedanken an einen Steuerberater? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Berichte uns davon in den Kommentaren!